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Wir brauchen einen Sündenbock !
Geschrieben von . Schwarzlicht   
Tuesday, 21. November 2006

Am 20.11.2006 betrat Sebastian B. gegen 9:30 Uhr die Geschwister-Scholl-Realschule in Emsdetten, verletzte mit Schusswaffen und selbstgebauten Bomben 36 Personen und erschoss sich selber. Laut den Berichterstattungen der Tageszeitungen, war Sebastian B. ein begeisterter Counterstrike und Doom³ Spieler, welcher das Töten am PC gelernt und geplant haben soll.

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Die Presse schafft es wieder einmal bestimmte Tatsachen zu vernachlässigen und andere größer aufzuspielen als diese sind !
Das Motiv sollte aber jedem klar sein. Schlagzeilen, Schlagzeilen und nochmals Schlagzeilen um jeden Preis. Der Preis ist jedoch wieder einmal der Ruf der PC-Spiele im Bereich Action / Ego-Shooter. Diese Gruppe von PC-Spielen, hatte es auch schon in der Vergangenheit schwer durch Unwissenheit und Flaschen Tatsachen von der Allgemeinheit akzeptiert zu werden.

Hiiilllffe mein Sohn trainiert den nächsten Amoklauf am PC !! Eine Situation, welche von den Medien verbreitet und von der Regierung unterstützt wird. Die Tatsachen, dass Sebastian B. Probleme im Sozialen Leben hatte werden hier bewusst überspielt oder nur nebensächlich erwähnt.

Die wirkliche Frage, die sich jedoch Regierung und Medien stellen sollten ist *wie Sebastian B. es schaffte, diese Menge an illegalen Waffen zu beschaffen* Nach dem Vorfall von Erfurt sollte ja bekanntlich das Waffengesetz extrem verschärft werden. Anscheinend hat man in diesem Punkt total versagt.
Da es bekanntlich schwer ist eigene Fehler zuzugeben, versucht man die Schuld natürlich zuerst auf andere Dinge zu schieben. Leider ist es in diesem Fall wieder einmal die Shooter-Community.

Verbot, Verbot sind die Worte der Regierung ! Eine Reaktion die nicht ganz nachvollziehbar ist. Das Spiel motivierte ihn sicherlich nicht zu der Tat am 20.11.2006 sondern ehr sein Umfeld und sozialen Probleme. Die Motivation und Bekräftigung für seinen Plan, bekam Sebastian B. allein durch den Besitz seiner Waffen und dem Glaube, damit in der Überlegenheit zu sein. Eine Eigenschaft die ein PC-Spiel wohl nie besitzen wird.

Sollte es tatsächlich zu einem absoluten Verbot von Ego-Shootern kommen, so wird die Kriminalitätsbereitschaft in Deutschland um ein gewisses Maß steigen. Personen sammeln in diesem Fall Prestigepunkte bei anderen, wenn man eines dieser Spiele besitzt (eine Bekräftigung der Überlegenheit anderer gegenüber). So manch anderer wird in der Verwendung von p2p Programmen einen neuen Sinn sehen und der Grundstein für illegale *Schwarzmärkte* ist damit gelegt.

Das Verbot ist keine Lösung ! Es ist ehr der Brennstoff, welcher das Feuer entfachen wird und die Kriminalität um ein gewisses maß und auf eine gewisse Art und Weise steigern wird.

Betroffen sind nicht nur die Spieler auch die Firmen werden diese Entwicklung am eigenen Leib zu spüren bekommen.
Ein absolutes Verbot lässt für manchen Publisher den Umsatz fast gegen 0 fahren, was letztendlich die Schließung der Filiale in Deutschland bedeutet und der angeschlagenen Wirtschaft einen weiteren Dämpfer verpasst.

Es bleibt abzuwarten, wie sich diese erneut schwierige Situation entwickelt !

 

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Letzte Aktualisierung ( Tuesday, 21. November 2006 )
 
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